Im Sommer 1987 wurde das Pflegeheim Salvia in Rebstein für betagte Menschen eröffnet. Gründer dieses Hauses sind Ursula und Karl Schär. Auf privater Basis haben sie das erste Haus am „Höhlerrank“ in Rebstein von Architekt Wirth aus Oberuzwil bauen lassen.
Mit nur sechs Pflegezimmern im Erdgeschoss und einer Heimleiterwohnung im Obergeschoss, wo auch die beiden Kinder Sandra und Thomas lebten, wurde das Heim mit wenig Angestellten von Ursula Schär nicht nur umsichtig geführt, sondern fast im Alleingang betrieben. Der auswärtig tätige Ehemann unterstützte sie bei der Administration, im technischen Dienst und im Garten.
Mit dem Erwerb eines Nachbargrundstückes konnte 1995 ein zweites (mit dem ersten verbundenen) Haus mit drei betreuten Alterswohnungen und zwei weiteren Pflegezimmern eröffnet werden. Gleichzeitig entstand der Wintergarten als neuer Gemeinschaftsraum. Damit wurde aus dem Pflegeheim Salvia der Alterswohnsitz Salvia, weil neu nicht mehr nur von Pflege gesprochen wurde, sondern auch vom Wohnen im Alter. Mit dieser Erweiterung musste natürlich auch der Bestand an Fremdpersonal deutlich erhöht werden.
Aus dem Privatkonkurs in der Nachbarschaft konnte im Jahre 2006 ein drittes Grundstück mit Wohnhaus erworben werden. Die Nachfolgeregelung gestaltete sich für Ursula und Karl Schär als äusserst schwierig, weil der „zu kleine“ Betrieb für „Neueinsteiger“ keinen ausreichenden Ertrag ermöglichte.
Schliesslich signalisierten Sohn Thomas mit Partnerin Petra Sieber Bereitschaft, den Betrieb weiterzuführen. Dies bedeutete aber Erstellung eines Neubaues auf dem erworbenen Nachbargrundstück, wo das bestehende Gebäude abgebrochen werden musste. Dies war möglich, nachdem der Betrieb in eine gemeinnützige Stiftung überführt wurde, mit einem substantiellen Zuschuss des im Salvia verstorbenen, kinderlosen Ehepaares Ernst und Lilly Thalmann.
So entstanden acht weitere Pflegezimmer inkl. Gemeinschaftsräume in einem dritten Haus, welches anfangs 2014 in Betrieb genommen werden konnte. Inzwischen hat Thomas Schär die Gesamtleitung des Betriebes übernommen.
Nachdem sich Thomas entschieden hat, wieder in seinen Beruf als Vermessungsingenieur einzusteigen und damit die Heimleitung abzugeben, musste eine neue Lösung für das Weiterbestehen des Betriebes gefunden werden. Nach vorgängigen Verhandlungen und Abklärungen hat sich die Gemeinde Rebstein bereit erklärt, die strategische Führung unseres Betriebes ab Juli 2025 zu übernehmen. Die Liegenschaften bleiben jedoch im Eigentum der Gründerfamilie und werden der Gemeinde vermietet. Der gesamte Personalbestand wurde von der Gemeinde übernommen und die bisherigen Kaderleute sind weiterhin für die operative Führung zuständig, wobei durch das Ausscheiden von Thomas Ergänzungen in der Administration nötig wurden.